tt sana essence - gesund geniessen!
tl
 
theader
Purgierverfahren

Purgieren heißt wörtlich übersetzt: reinigen. Seit alters her gehören purgierende Methoden in der Naturheilkunde zu den fundamentalsten Heilmethoden. Die klassische Medizin geht davon aus, dass Krankheit durch ein Zuviel an schlechten Säften im Organismus entsteht.

Die antiken und mittelalterlichen Ärzte sahen die Ursache einer Krankheit im Zuviel oder Zuwenig des einen oder anderen Saftes und in der Verunreinigung der Säfte mit Schadstoffen.

Bei den purgierenden Methoden handelt es sich um das absichtliche Auslösen von Durchfällen und das Hervorrufen von Erbrechen. Wir sprechen vom Purgieren nach unten (Purgieren über den Darm) und vom Purgieren nach oben (Purgieren durch Erbrechen).

Wirkung des Brechverfahrens:

Wenn Ausleerung des Magens und Zwölffingerdarmes erforderlich ist (Vergiftungen). Auch Gallengänge, Gallenblase und sogar die Leber werden lokal mechanisch entleert.

Reizwirkung auf den Plexus solaris (Sonnengeflecht) des Bauchnervensystems. Dabei wird die oft verloren gegangene Spannung der Magenwandung (Magentonus) wiederhergestellt; abnorme Sekretionsverhältnisse des Magens werden geregelt.

Allgemein exzitierende (aufregende) Wirkung auf Lebensnerven, Herz und Lunge. Der Brechakt appelliert an den Selbsterhaltungstrieb (Übelkeit wie zum Sterben!). Er ist ein starkes Stimulans für das vegetative Nervensystem.

Es löst Körperflüssigkeiten auf. Bei längerem Gebrauch auch Körpergewebe und Ablagerungen. Auf das lymphatische System besteht eine stimulierende Wirkung. Fettsucht kann damit behandelt werden. Organvergrößerungen und gutartige Tumoren wie Schilddrüsenstruma, Milz- und Lebertumoren, Gebärmuttermyome, chronische Gebärmutterentzündungen, Prostatavergrößerung und Lymphknotenschwellungen können unter Mithilfe des Brechmittels behandelt werden. Man hat manchmal den Eindruck, dass die umstimmende Brechmittelwirkung das Selbstheilungsbestreben erst einleitet und ins Rollen bringt. Dies ist verständlich, wenn die vielfachen reflektorischen und funktionellen Verbindungen des Magens mit dem Gesamtorganismus bedacht werden.

Indikationen des Brechverfahrens:

Hautkrankheiten, Gallenleiden, Magenkrankheiten, Chronische Bronchitis, Asthma bronchiale, Bronchialverschleimung, Schilddrüsenvergrößerung, Angina, Pharyngitis und Tonsillitis, Krankheiten des Mundes und des Halses, Kopfschmerzen, Migräne, Apoplexie, Zahnschmerzen und Neuralgien

Ablauf der Brechkur

Der erwachsene Patient sollte etwa zwanzig Minuten vor Einnahme des Brechmittels eine kleine Mahlzeit einnehmen: einen Teller Spagetti oder zwei Scheiben Brot ohne Belag. Dazu trinkt er viel: zwei bis drei große Tassen Kräuter- oder Früchtetee. Nach zwanzig Minuten ist der größte Teil der getrunkenen Flüssigkeit in die Blutbahnen resorbiert worden. Nun trinkt er zwei Esslöffel Ipecacuanhasirup (südamerikanische Brechwurzel), der eine kleinerbsgroße Prise Brechweinsteinpulver zugemischt wird. Der Sirup ist auf Himbeersaftbasis und wird mit zwei Esslöffeln Fruchtsaft verdünnt. Das Trinken erfolgt am besten in einem Zug mit geschlossenen Augen und ohne an der Flüssigkeit zu riechen. Dann folgt noch ein weiteres Glas Tee oder Fruchtsaft.

Jetzt muss der Brechkandidat nur noch warten und sich in der Nähe der Toilette aufhalten oder einen Eimer griffbereit haben.

Nach zwanzig Minuten erfolgt ein erstes mehrmaliges Erbrechen zur Entleerung des Mageninhaltes. In ca. zwanzigminütigen Abständen folgen dann weitere Erbrechensschwalle, welche sehr schleimig sind und auch äußerst übel riechen können (Entgiftungswirkung). Etwa nach zwei Stunden kommt der letzte Brechakt mit Entleerung von bitter schmeckender, gelber Galle.

Im Anschluss an das Galleausspucken wird der Patient sehr müde und will nur noch schlafen. Die Brechkur sollte vorteilhafterweise am frühen Abend begonnen werden. Möglicherweise tritt auch noch Durchfall auf, besonders dann, wenn das Purgieren nach oben zu schwach war. Es kann sogar sein, dass überhaupt kein Erbrechen auftritt (ca. 10 % der Fälle), dann ist der Durchfall unausweichlich, denn irgendwo müssen die mobilisierten Gifte und Schleime ja hin. Der Patient muss wissen, dass die Übelkeit in diesem Falle stärker und länger ist, als im Falle des leichten Erbrechens. Die Brechkur kann in einem solchen Fall nach einigen Tagen wiederholt werden.


Bitte kontaktieren Sie mich, wenn Sie noch Fragen haben!

tr
sana essence - gesund geniessen!