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Es ist wenig bekannt, dass sich Krampfadern ganz einfach, schmerzlos und mit geringen Risiken beseitigen lassen. Diese Entdeckung ist dem Medizinprofessor Paul Linser (Universität Tübingen) zu verdanken, der bereits vor 80 Jahre eine nicht invasive Methode einführte. Er ging davon aus, dass die operative Entfernung der Krampfadern ein Kunstfehler sei. Er gehörte zu jenen Chirurgen, die hohen ethischen Werten verpflichtet, schon immer der Meinung waren, dass der Arzt nicht berechtigt sei, dort Narben zu setzen, wo mit einer anderen, nicht invasiven Behandlungsmethode, diese vermieden werden können. Denn jeder operativer Eingriff am Menschen stelle eine Verletzung der körperlichen Unversehrtheit dar, die nach Möglichkeit vermieden werden müsste.
Die bis dahin ausschließlich und heute noch weiterhin oft praktizierte chirurgische Entfernung der Krampfadern ist ein massiver, blutiger und für den Patienten risikoreicher Eingriff. Besonders groß dabei ist die Gefahr der Entstehung einer Thrombose bzw. Embolie, die selbst durch die Verabreichung der Blutverdünnungsmittel nicht auszuschließen ist. Nicht selten kommt auch vor, dass versehentlich auch gesunde Gefäßabschnitte, insbesondere Abzweigstellen, mit entfernt werden, so dass der bis dahin gesunden Gefäßpartie der Abfluss verlegt wird. So ist es verständlich, dass sich bald nach der Operation Ödeme und neue Krampfadern bilden. So kann durch die Operation- im Gegensatz zur Verödungsmethode nach Linser - dem Patienten ein großer Schaden zugefügt werden. Todesfälle sind dabei nicht ausgeschlossen (Embolie, Blutung). Daher ist die Operation nicht zu empfehlen.
Die Verödungsmethode nach Prof. Linser
Bei dieser Methode wird in die Krampfader eine 27%-ige heißgesättigte sterile Kochsalzlösung über eine Kanüle verabreicht. Das Spritzen dauert nicht länger als eine Minute. Durch die darauf folgende, gewünschte sofortige Endothelschädigung (Endothel = Auskleidung der Gefäße) kommt es zum Verkleben der Gefäßwände, die innig miteinander verbunden werden. Infolgedessen wird das Gefäß dauerhaft und risikolos ausgeschaltet und innerhalb von wenigen Stunden die Verödung erreicht. Es kommt häufig vor, dass die Krampfader bereits wenige Minuten nach der Injektion sklerosiert, also spürbar hart wird. Der Organismus resorbiert dann in wenigen Monaten die nun nicht mehr funktionsfähige Ader, so dass diese nach einem halben bis dreiviertel Jahr nicht mehr zu sehen ist.
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